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Veranstaltungskalender

Mittwoch, 11.03.2026 , 18:00-19:00 Uhr

Kaiser, König, Edelmann: Herrscherbilder in den Büchern der Historischen Bibliothek


Kurzbeschreibung

Herrscherbilder sind keine Erfindung der Neuzeit; sie bezeugen die Allgegenwart der Macht – von den antiken Caesaren bis hin zu den Diktatoren des 20. und 21. Jahrhunderts.
Sie repräsentieren seit jeher eine Einzelperson an der Spitze eines Staatswesens, und sie definieren die Person des Herrschers als Amtsträger, als Träger eines göttlichen Auftrags, und sie können auf die Bestätigung eines Herrschaftsanspruchs zielen.


Beschreibung

Es ist die Funktion des Bildes, die Position und die Bedeutung des betreffenden Herrschers oder auch seine Zugehörigkeit zu einer Dynastie visuell zu vermitteln. Das Bildnis kann in Abwesenheit des Herrschers als Stellvertreter eingesetzt werden. Dann gebührt ihm die gleiche Ehre wie dem Herrscher selbst. Das Bildnis kann einen Verewigungswunsch enthalten und auf die Verankerung eines bestimmten, autorisierten Bildes im Gedächtnis der Nachwelt zielen.
Herrscherbilder sollen daher den Porträtierten in einer ganz bestimmten Art und Weise zeigen – sei es, um sein Äußeres zu idealisieren, der Nachwelt ein positives „Image“ nahezubringen oder um eine bestimmte politische Botschaft zu vermitteln.
Dafür muss man die Herrscher allerdings richtig „in Szene setzen“, sie müssen entsprechende Posen und Gesten zeigen; typische Macht- und Amtsinsignien sowie allegorische Figuren dürfen keinesfalls fehlen. Nur dann können die beabsichtigten Botschaften transportiert werden!  

Anhand von rund 15 Beispielen aus den Beständen der Historischen Bibliothek bietet Ihnen Dr. Uli Steiger einen Überblick über Herrscherporträts und zeigt diese im Wandel der Zeit: Die Serie beginnt mit Alexander dem Großen und endet mit einer Darstellung Wilhelms I., des ersten deutschen Kaisers aus dem Haus Hohenzollern. Mit von der Partie sind neben den bekannten Königen und Kaisern aber auch Reichsfürsten, wie der badische Landespatron Markgraf Bernhard II. von Baden oder der erste Württemberger Herzog Eberhard im Bart sowie der Wiener Fürsterzbischof Sigismund Graf Kollonitz von Kollógrad und der Feldherr Prinz Eugen von Savoyen, die sich mit ihren Porträts wie ganz selbstverständlich in das Sujet der Herrscherbilder einreihen und damit ihren Herrschaftsanspruch und ihre Legitimation deutlich zum Ausdruck bringen.    

Der Vortrag am 11. März 2026 beginnt um 18:00 Uhr im Bibliothekssaal der Historischen Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht nötig.  

Weitere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie Tel. 07222 / 972 8420 (Mo bis Mi) oder hier.


Karl der Große mit einem Modell des Aachener Doms, aus der „Aacher Chronik“ des angesehenen Aachener Juristen und Chronisten Johann Nopp; Foto: Dr. Uli Steiger / Historische Bibliothek Rastatt
Karl der Große mit einem Modell des Aachener Doms, aus der „Aacher Chronik“ des angesehenen Aachener Juristen und Chronisten Johann Nopp; Foto: Dr. Uli Steiger / Historische Bibliothek Rastatt

Veranstalter

Historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium

Historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium
Lyzeumstraße 11
76437 Rastatt

Veranstaltungsort

Historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium

Historische Bibliothek im Ludwig-Wilhelm-Gymnasium
Lyzeumstraße 11
76437 Rastatt
BADEN-WÜRTTEMBERG